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Rowan Zorilla

Zur Vans Video „Propeller“ Premiere haben wir uns mit Young Gun Rowan Zorilla über seine Herkunft und seine Abenteuer mit Dustin Dollin unterhalten.

Rowan Zorilla ist durch und durch verrückt nach Skateboarding. Mit gerade mal 20 Jahren hat er bereits seinen fünften Part in einem Video voller Legenden – dem Vans Video. Wer das Video gesehen hat, weiß, wie gut sein Part ist. Wir haben uns mit ihm, der in den Internetforen als „neuer Dustin Dollin“ gehandelt wird, getroffen und mit ihm über Skaten mit Helmen, seine Heimatstadt und über die Shep Dawgs Crew gesprochen.

Mic

Ein Freund von uns hat mir den Hinweis gegeben, ich solle dich auf „Shadowridge“ ansprechen. Was geht damit?

Shadowridge? Wer hat dir das gesagt? [lacht]. Also ich bin in einer Stadt namens Vista im San Diego Country aufgewachsen. Das Viertel, in dem ich gewohnt habe, heißt Shadowridge. Dort wohnen immer noch viele Freunde von mir. Meine Familie lebt dort, ich bin da zu Schule gegangen, meine ersten Stufen runtergesprungen und wo ich mich das erste Mal zerstört habe – alles genau da!

Kommt der Rest der Shep Dawgs Crew auch aus Shadowridge?

Hm, ich bin denke ich der Einzige aus Shadowridge aus der Crew, aber wir wohnen alle nur 20 Minuten voneinander entfernt.

Wenn wir gerade über die Jungs sprechen: Wie war es jetzt für das Vans Video zu filmen im Vergleich zu den Missionen mit der Crew für die vier Shep Dawgs Videos?

Ähnlich. Aber vielleicht hatte ich ein bisschen weniger Druck mit den Shep Dawgs. Ich kann ihnen alles sagen, und auch wenn ich gerade keinen Bock habe auf den Spot, aber eigentlich ist es alles der selbe Vibe. Für das Vans Video waren wir in anderen Ländern und konnten zu viel verrückteren Spots, was der Hammer war. Vielleicht ist das auch der Grund dafür, dass mein Part so geworden ist, wie er jetzt ist. Wenn ich alles zuhause gefilmt hätte, wäre es schwieriger geworden, weil ich das jetzt schon seit vier Jahren mache.

„Ich hab einfach das gemacht, was ich gemacht habe und was ich liebe zu tun.“

Was ist der Hauptunterschied zwischen dem Filmen mit Jacob Nunez [Shep Dawgs Filmer, Anm. d. Red.] und Greg Hunt?

Oh Mann, ich habe Greg schon bevor ich ihn kennenlernen durfte als Filmemacher bewundert und ich bin mit Jacob aufgewachsen. Also laber ich Scheiße mit ihm und er mit mir. Ich war auch viel jünger als ich mit Jacob gefilmt habe und habe deswegen keinen Druck oder Stress gespürt. Ich war mir noch nicht mal sicher, dass jemand die Videos sehen würde. Also habe ich einfach das gemacht, was ich gemacht habe und was ich liebe zu tun. Aber jetzt bin ich in einem Video voller Legenden und so einer guten Person um es gut aussehen zu lassen. Da musste ich mein Bestes geben. Sonst müsste ich das nicht. Aber ich meine, letzten Endes ist es alles nur Skateboarding. Wenn du einen Trick versuchst und deinem Filmer vertraust, wird es gut werden und das ist das Wesentliche.

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Wie ist die Übersetzung für „Shep Dawgs“?

Mann, das ist ziemlich verrückt und eigentlich auch ziemlich bescheuert [lacht]. Einer meiner Freunde ist ziemlich schlecht in Rechtschreibung und hat versucht „Shred or Die“ an die Wand eines Freundes zu taggen. Er hat das dann so verkackt und am Ende sah es dann aus wie „Shep Dawgs“. Das ist der Mythos dahinter.

Du hast eben deine Heimatstadt Vista erwähnt, wo sehr viele Profis und Skateboarder herkommen. Wie hat es dich beeinflusst, dort aufzuwachsen?

Ja, da kommen wirklich eine Menge Pros her und ich habe dort so viele Leute kennengelernt. Wenn ich irgendwo anders aufgewachsen wäre, wäre ich eine andere Person. Das ist einfach ein Lebensgefühl. Wenn du in dieser Stadt Skateboard fährst, bist du irgendwie ein bisschen abgegrenzt von allem anderen. Das Zero Team war ziemlich eng befreundet und die hat man immer irgendwo gesehen. Vielleicht war das auch der Grund dafür, dass wir versucht haben, so zu skaten. Ich war immer mehr gestoked von Zero und all den Videos als von Transworld, obwohl die auch immer in der Gegend waren.

„Du weißt, wie Mütter sind. Sie wissen nicht, dass du gelernt hast nicht ständig auf deinen Kopf zu fallen.“

Du bist früher mit Helm geskatet, was heute ziemlich ungewöhnlich ist. Wie kam es dazu und wird es in deinem Propeller Part ein paar Tricks mit Helm geben?

Das war eher die Entscheidung meiner Eltern. Aber ich war auch gewöhnt daran mit Helm zu skaten, weil es in den Skateparks, zu denen wir wollten, Helmpflicht gab. Man musste einen Helm tragen, um skaten zu dürfen. Als ich vor meiner Haustür angefangen habe, trug ich ihn wegen meiner Eltern. Irgendwann hab ich ihn dann weniger angehabt und meine Mutter hat sich direkt Sorgen gemacht. Du weißt, wie Mütter sind. Sie wissen nicht, dass du gelernt hast nicht ständig auf deinen Kopf zu fallen. Es kam dann so, dass ich den Helm zum Skaten einfach in den Rucksack oder in 'nen Busch geworfen habe. Als ich dann nach Hause kam, hab ich ihn dann wieder angehabt. Ich hab meiner Mutter also vorgetäuscht, dass ich ihn getragen habe. Das ging so lange gut, bis dann das erste Video rauskam. Ich hatte ihnen nicht wirklich davon erzählt, aber sie haben es im Internet gesehen. Die erste Reaktion war dann: „Er trägt den Helm nicht!“ [lacht]. Aber dann haben sie auch gesehen, dass ich kein Kind mehr bin, und waren dann damit einverstanden.

Rowan Zorilla

Haben deine Eltern denn schon deinen Part in Propeller gesehen und wie war ihre Reaktion dieses Mal?

Sie waren auf der Premiere und es war so unwirklich. Ich habe schon immer irgendwas mit Skateboarding gemacht und vielleicht auch schon mal den ein oder anderen Zuspruch von Leuten innerhalb dieser Welt bekommen. Deswegen war es für sie besonders cool zu sehen, dass so viele Leute gekommen sind und gestoked waren von dem, was ich so mache. Sie freuen sich, dass ich das tu, was ich liebe und noch irgendwie Erfolg darin habe. Es ist gut zu sehen, dass deine Eltern stolz auf dich sind, weißt du? Davor waren sie ein bisschen gestresst, wo ich wohl enden würde und jetzt sehen sie, dass ich in der Welt rumreise, ich neue Dinge dadurch sehen kann und dass ich davon leben kann. Das ist ein gutes Gefühl, wenn deine Eltern stolz auf dich sind.

„Als ich realisiert habe, dass er meinen iPod hat, bin ich auf ihn losgegangen.“

Du hattest ein paar Schwierigkeiten bei deinem letzten Besuch in Deutschland. Was war da los und wie gefällt es dir jetzt?

Wir sind in einem Tour Bus von Köln nach Hamburg gefahren. Von innen sieht es eigentlich aus wie ein Wohnzimmer und all deine Freunde sind da. Vielleicht hatte ich ein bisschen zu viel zu trinken oder so. Ich war das erste Mal in einem anderen Land und hatte das erste Mal so viel Freiheiten und Geld um Zeug zu bezahlen. Ich bin immer noch ein kleines Kind, aber besonders da war ich sehr unruhig, aber ich wollte so viel sehen, wie ich nur konnte, bevor ich wieder nach Hause musste. Nachdem wir in das Hotel eingecheckt haben, ging ich vor die Tür und die einzige andere Person, die nach genau demselben suchte, wie ich, war Dustin (Dollin). Wir waren beide wahrscheinlich nicht in der besten Verfassung, um rauszugehen. Aber wir haben es trotzdem gemacht. Dustin und ich wanderten also rum und dann kamen diese Typen zu uns, von denen wir zuerst dachten, dass sie schwul wären, und versuchten uns abzuschleppen. Wenn wir nüchtern gewesen wären, hätten wir das Ganze wahrscheinlich durchschaut, aber in dem Moment war ich überfordert. Sie fingen an uns anzufassen und wir sagten ihnen sie sollen abhauen. Snap! Auf einmal wurde es Ernst. Dustin hatte nichts in seinen Taschen, aber ich hatte mein Telefon und meinen iPod dabei. Auf einmal hatte der Eine mein Handy und ich versuchte, ihn zu Boden zu bekommen. Der andere verschwand von Dustin, weil er merkte, dass es bei ihm nichts zu holen gab, und fischte meinen iPod aus meiner Tasche. Ich hatte eine riesige Sammlung auf meinem iPod, die ich über Jahre gesammelt hatte. 50 Gigabytes Musik und tausende Songs. Als ich realisiert habe, dass er das hatte, ging ich auf ihn los. Ich ließ das Handy zurück und konzentrierte mich nur auf den iPod, aber die Typen kannten sich offensichtlich aus und hätten dasselbe mit wahrscheinlich sechs anderen Leuten in dieser Nacht machen können. Sie haben uns einfach als dumme, betrunkene Amerikaner gesehen. Ich habe meinen iPod nicht zurückbekommen und mein Handy ist auch weg.

Rowan Zorilla

Wo wir gerade über Dustin sprechen. Ich habe mitbekommen, dass du viel mit ihm verglichen und als "der neue Dustin Dollin“ gehandelt wirst. Was sagst du dazu?

Oh Scheiße. Vielleicht kommt das einfach daher, weil wir so viel zusammen rumhängen. Ich hab immer zu ihm hochgeschaut als Kind. Er ist ein großartiger Typ und hat eine Menge für mich getan. Genau so wie eine millionen andere Leute eine Menge für mich getan haben. Ich schulde all denjenigen sehr viel!

Danke für das Interview, Rowan!

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