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Jam of Mainhattan 2017 Recap

"Alter! Stefan, du hast einen Tag verpasst! Alleine was am Double Set alles gegangen ist!", schickte mir Martin Schreiber – der Mann vom Bonkers Skateshop – am Sonntag Abend eine Sprachnachricht. Der zweite Jam of Mainhattan (Bilder vom letzten Jahr gibt’s hier) war gerade rum und ich hatte es auch dieses Jahr wieder nicht nach Frankfurt geschafft. Aber nächstes mal komm ich. Versprochen! Diesmal muss ich mich beim Recap aber erneut auf die Infos von Martin verlassen, der mit dem Megaphon hautnah am Geschehen war.

Bereits am Samstag fand die Eröffnung des Nike SB Pop Up Store im Bonkers statt, inklusive Pre-Launch des neuen Colorway des Dunk High Elite und dem Release der neuesten Bonkers Board- bzw. Shirt-Kollabo, welche die Jungs diesmal mit der Frankfurter Künstlerin Marta Espinosa gemacht haben, die für ihre schön morbiden Arbeiten und schaurigen Collagen bekannt ist. Nach dem Reinhard Roy Board wieder ein super Brett geworden, das man sich auch gut an die Wand hängen kann.


Campus Westend

Der Sonntag startete dann entspannt mit Cash for Line, was bedeutete: erst Curb, dann Stufen. Oder wahlweise auch in die andere Richtung, dann eben mit Stufen hoch. Dabei ging direkt so viel, dass es ausufern würde die Tricks aufzuzählen. Da müsst ihr auf den Clip warten, der die Tage kommt. Und wer das Format von letzten Jahr her nicht kennt: Es werden beim Jam of Mainhattan immer drei Streetspots angesteuert, bei denen es dann Bares für Tricks gibt. Eben ein Contest wie man ihn haben will – ohne Contest Feeling.

Bonkers Jam 2017 02

Marco Kada – Kickflip

Deutsche Bahn Tower aka Junkie Brunnen

Weiter ging es mit dem bekannten Upcurb an dem es langsam intensiver wurde und die ersten NBDs fielen, wie z.B. der Switch Tailslide 270 Out vom endlich wieder genesenen Mario Ungerer. Sogar die Polizei war so fasziniert, dass eine vorbeikommende Streife gechillt mit Kippchen in der Hand das Treiben beobachtete.

Hauptwache

Zum Abschluss ging es schließlich an den Frankfurter Main-Spot: die Hauptwache. Hier war erst mal Curbsession angesagt, bevor man weiter zog zur Viererstufe mit Gap übers Rail, wo sich die Meute direkt härter zerlegte als Rennkarossen in Fast and Furious. Nach kurzer Eingewöhnung startete allerdings ein Trickfeuerwerk.

Doch im Grunde war auch dieser Spot noch Aufwärmübung, denn zum großen Finale stand das legendäre Doubleset auf dem Plan. Wer es nicht kennen sollte. Das Zero Team hat sich vor Jahren auf Tour gescheut da runter zu schanzen, obwohl Jamie Thomas 1000 Dollar für einen Trick in Aussicht gestellt hatte und außer Ollie von Paco Elles und dem Kickflip von Dennis Klüssendorf (nach drei Tagen), war das Set noch jungfräulich geblieben. Endgegner Level to the fullest also.

Ollie

Die letzten verbliebenen 200 Euro Preisgeld wurden gezückt um die Jungs zu motivieren und sogar die Deutsche Bahn Security half mit Gaffa Tape aus, damit die Rille in der Anfahrt mit Blech gefixt werden konnte. Dann ging es – teilweise angezogen durch Roller, teilweise ohne – los. Nachdem der erste Ollie gemacht war, stürzte sich Daniel Ledermann (ohne vorher auch nur einen Ollie versucht zu haben) first try per Backside 180 hinterher. Erster Ausrastmoment. Doch es ging fröhlich weiter. Late Shuve It (Lorenzo Schmidt) wurde versucht, Backside Flip (Carlos Dias) wurde versucht – leider vergeblich. Einige der Jungs mussten sich am Montag erst mal krankschreiben lassen, nachdem sie gut sichtbar Blut und Hautfetzen in der Ausfahrt gelassen hatten. Beendet hat die Session dann Matthias Ellinger per Frontside 180. Ebenfalls NBD, letzter Ausrastmoment.

Die Hauptwache soll in den nächsten 2-3 Jahren abgerissen werden, aber bis dahin ist noch Zeit für Abriss am Doubleset. Martin hat Bock den Jam auch nächstes Jahr wieder zu veranstalten und ein paar NBDs stehen am Set ja weiterhin aus. Irgendwer ’nen guten Treflip am Start…?

Matthias Ellinger – Frontside 180

Mocki Fs180

Matthias Ellinger – Frontside 180

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